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5 Tage in den Alpen/Unser Alpensommer war kurz...

5 Tage frei im Sommer.

Was gibts da Schöneres, als sich spontan treiben zu lassen?

Zunächst zog es uns jedenfalls Richtung Alpen. Das Wetter war nicht gerade der Hit, aber wir fuhren donnerstags  los und wollten ein paar Tage am Achensee verbringen.Uns schwebte vor, ein bisschen zu wandern und natürlich zu rudern...Auf der Fahrt kamen wir kurz hinter in Müchen in schweren Regen...Welch Wunder: kaum nähern wir uns dem Tegernsee, ist es wieder trocken, die Wolken hängen tief, aber es ist warm.

Erste kleine Rast: Biergarten Lieberhof am Tegernsee. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf den See hinunter.

Wir bestellen ein Kaffeehaferl und geniessen die Tatsache, dass wir frei haben, nicht arbeiten müssen...Wetter egal!

Nach der Kaffeepause fahren wir über den Achenpass rüber nach Österreich. Dort scheint ein klein wenig die Sonne. Wir finden Unterkunft im Hotel Fischerwirt in Achenkirch. Unser Zimmer heisst Adlerhorst und befindet sich im 4. Stock, direkt unterm Dach. Ein gemütliches Zimmer mit schönem Ausblick!

Nach dem Einchecken machen wir einen ersten Spaziergang am Seeufer entlang. Es ist frisch und wir haben vorsichtshalber einen Schirm dabei....

Kaum sind wir 2-3 km unterwegs, kommen immer dunklere Wolken auf...wir blicken hinüber nach Pertisau, wo es bereits regnet...

Wir beeilen uns, um noch vor Einsetzen des Regens wieder ins Hotel zu gelangen...und sind überrascht, als es nach ein paar Minuten wieder aufklart. Wir peilen optimistisch den nächsten Biergarten an... und holen uns ein Bier an der Theke. Auf einer der Hollywood-Schaukeln machen wir es uns gemütlich mit Blick auf den See..

Trotz Wind und Wolken bleibt es trocken und wir geniessen den Augenblick :-))

Am Freitag regnet es, als wir morgens raus auf den Balkon gehn...

Beim Früstück entscheiden wir uns für einen Ausflug rüber nach Oberbayern.

Dieser Entschluss erweist sich als optimal, denn wunderbarerweise:

am Walchensee scheint die Sonne. Zwar hängen die Wolken tief, aber hier und da blitzen ein paar Sonnenstrahlen durch.

Wir spazieren eine Weile am See entlang. Gerd will sogar ein Boot mieten und rudern. Aber mir fehlt die Lust dazu. Ich möchte lieber noch ein bisschen laufen und fotografieren.

Vom Walchensee fahren wir über eine Mautstrecke vorbei am Sylvensteinstausee wieder zurück nach Achenkirch. Das Wetter ist so lá lá....und wir beschliessen, im Internet zu schauen, wo es wärmer sein wird in den nächsten Tagen. Für Südtirol sind 30° angesagt...und der von uns schon oft besuchte Ort Schenna bei Meran ist in ca. 2,5 Std. Fahrt vom Achensee zu erreichen....

Am Samstag brechen wir gleich nach dem Frühstück auf!

Vignette kaufen,voll tanken und ab über den Brenner rüber nach Italien !! Auf dieser Strecke ist sehr viel Verkehr....und es dauert seine Zeit, bis wir endlich drüben sind, auf der Sonnenseite der Alpen. Aber am Nachmittag haben wir es geschafft: wir sind in einem Hotel oben in Verdins untergekommen und machen noch einen schönen kleinen Bummel durch das Dorf Schenna. Kehren im Schenner Hof zu einem Bier ein und gehen abends zünftig Pizza Essen beim traditionellen Petermann.

Und Zeit für den Besuch auf dem kleinen Friedhof blieb auch noch. Ich gehe gerne über diese Orte der "letzten Ruhe" und staune oft, wie liebevoll,individuell und bunt viele Gräber gestaltet sind.Auf meist engstem Platz wird den Verstorbenen ein unvergessliches Denkmal gesetzt. Friedhöfe erzählen viel über die Bewohner eines Ortes.

Sonntags packen wir zeitig die Rucksäcke.Über den Schenner Waalweg laufen wir zunächst bis St. Georgen. Dort wird beim Moser Wirt Rast gemacht. Erfrischt und guter Dinge gehts weiter durch Schenna, hinab ins Passeier Tal, durch den Wald wieder bergauf und Rast im wunderschön schattigen Biergarten vom Thurner Hof gemacht. Apfelschorle prima,bunter Salat mit Brot lecker,Cappucciono schön stark...und weiter gehts wieder zurück und gaaaanz steil den Berg hinauf nach Verdins!! Für diese Wanderung haben wir uns rund 6 Stunden Zeit gelassen. Das erste Stück, am Waalweg entlang,trafen wir sehr viele andere Touris. Ab Schenna, als wir runter ins Passeier Tal abbogen, war es dann völlig friedlich..Beim Aufstieg schliesslich begegnete uns niemand! Man findet immer Wege, die weniger stark frequentiert sind.Man muß nur mal den Mut haben, von den Hauptwegen abzuweichen ;-)

Ein herrlicher Wandertag war das!! Aber auch ganz schön anstrengend....;-)...

...abends gehn wir in Verdins essen. Die Trattoria hat einen schönen Garten und die Tische sind sehr nett eingedeckt. Das Essen ist überraschend schlicht und viel zu teuer...aber ein schönes Ambiente hat halt seinen Preis...

 

Info Wanderwege/ Waalwege


...klicken zum vergrößern,bitte

Am Montag(sonnig!) unternehmen wir dann eine schöne,geruhsame Fahrt ins Umland.Von der langen Wanderung haben wir schwere Beine und ausserdem wollen wir ja auch ein bisschen was sehen von der tollen Berglandschaft im Umland vom Bergdorf Schenna.

Zunächst gehts ins Ultental, wo recht wenig los ist und wir uns in St. Walburga ein paar sehr leckere süße Stückchen beim Bäcker holen und später fahren wir  wieder rüber übers Etschtal und hinauf nach Vöran. Dort gibts das Knottnkino, das wir uns mal anschauen wollen.

Aber als wir den rappelvollen Parkplatz sehen und feststellen, dass wir von hier aus noch ca. eine Stunde wandern müssten

 ( in der Mittagshitze), ändern wir unser Vorhaben lieber...heute wollen wir relaxen, sonst nix ...aber das Knottnkino haben wir uns vorgemerkt! Da gehts irgendwann bestimmt hin:

www.meranerland.com/de/aktiv/sommer/wandern/wanderung-knottnkino/

Heute  machen wir  Rast in einem Alpengasthof, wo Gerd die besten Spaghetti mit Knoblauchsoße verspeist, die es seit langem gab...nach einem Verdauungs-Spaziergang gehts wieder ins Auto...

Hier und da halten wir an und schauen uns eins der vielen Bergdörfer an, geniessen die Sonne, die Stille der Bergwelt, den Duft der frischgemähten Wiesen...die Gelassenheit der Einwohner...das ländliche Treiben.

In Schenna war morgens sehr viel los. Menschenmassen und jede Menge Fahrzeuge bewegten sich durch das kleine,malerische Dorf...es war laut und hektisch, dabei wollten alle nur eins:

Urlaub machen :-)

Uns war´s zu eng und wir stiegen lieber in den Wagen, um nach ruhigeren Ecken Ausschau zu halten. Das ist uns auf jeden Fall gelungen! Wir sind dem Trubel der attraktiven  bekannten Touristenorte entkommen und finden immer wieder Plätze, an denen es idyllisch und geruhsam zugeht.

So auch hoch überm Bozener Tal, wo wir einen urigen Gasthof mit Hofausschank finden incl. Blick in die bäuerliche Umgebung.

Der Hofhund begrüßt uns beim Aussteigen, wir setzen uns auf die Bank im kleinen Garten. Die Bäuerin holt uns extra aus dem Keller den bestellten Apfelsaft...er ist kühl und sowas von lecker; naturtrüb, selbst gemostet eben. Genuß pur :-)

Wir fahren weiter und halten immer wieder spontan an, um Fotos von der sommerlich beeindruckenden Kulisse zu machen. Und da wir super gut drauf sind, knipsen wir auch uns selbst ein paar Mal.Einige dieser Bilder sind ganz nett geworden ; spiegeln sie doch unsere Laune wider...und werden uns an schöne entspannte Momente erinnern, wenn uns der Alltag wieder im Griff hat.

Am Dienstag heisst es schon Koffer packen und zurück nach Deutschland.

Wir entscheiden uns für eine Strecke auf der es noch ein paar Sehenswürdigkeiten gibt. Wir haben es nicht eilig und legen wieder einige Fotostopps ein. So auch am Reschensee/Graun.

Später dann am Fernpass, wo man einen hervorragenden Blick auf die Zugspitze werfen kann...

Die Fahrt durchs malerische Vinschgau war jedoch nervend. Viel Verkehr,langsames Vorankommen,viele Kurven...Aber die Sonne scheint ins Auto und rechts und links werden die Apfelplantagen künstlich bewässert mit Spritzanlagen...und wir kriegen immer mal einen  erfrischenden Wasserstrahl ins offene Fenster ;-)

 

Fazit:

5 Tage in den Alpen waren schnell vorbei und doch war es total erlebisreich und fern vom Alltag. Wir waren viel unterwegs und hatten doch keinerlei Eile oder Stress.

Das Wetter war mal so, mal so...wir haben das beste für uns draus gemacht und behalten jede Reisestation in guter Erinnerung!! Nicht nur die Sonnenplätze, auch die anderen, denn: wir hatten Urlaub, keinen Stress und alle Zeit der Welt...wenn auch "nur" für 5 Tage!

 

Im Folgenden noch ein Foto-Mix von allen Stationen >>

Bitte klicken !!

Einkehren

Restaurant-Tipp Achenkirch:

SeeEck

Klein,gemütlich,urig! Auf der Speisekarte findet man landestypische Gerichte.Preise o.k. Atmosphäre sehr entspannt.

www.seeeck.at/

 

Restaurant-Tipp Schenna:

Pichler an der Taser Talstation

Das Essen war hier unserer Meinung nach besser, als sonstwo im Ort. Die Lage hoch überm Dorf ist wunderschön und bietet großartigen Ausblick.

Die Gerichte sind landestypisch mit internationalem Einschlag. Lecker und günstig. Sonntags findet hier ein zünftiger Frühschoppen mit LIVE Blasmusik statt. Vorsicht: man bleibt leicht hier hängen...bei der urig-gelassenen Atmosphäre vergißt man  schnell mal Zeit und Raum..;-)

www.hotelpichler.com/de/fruehschoppen-hotel-pichler.php

Süß und lecker in Pertisau/Achensee

Wenn man in Österreich Urlaub macht, ist ein Kaiserschmarrn als Nachtisch obligatorisch.Wir haben ihn jedoch einfach so bestellt zum Kaffee. Und zwar hier:

http://www.einwaller.at/hotel/konditorei.html

Genial!!! Besser geht nicht!! Aber Achtung: die Portion reicht für Zwei!!

Einkehr-Tipp Schenna:

Biergarten Thurnerhof

Hinter dem Schloß, unter Schatten spendenden Bäumen, sehr ruhig gelegen befindet sich unser liebster Biergarten. Das dazugehörende Restaurant haben wir bisher jedoch noch nicht getestet. Aber der bunte Salatteller liess schon Besonderes erahnen...


Unsere Hotels

Adlerhorst,Zimmer 1

In Achenkirch hatten wir wieder den Fischerwirt gewählt. Lage und Zimmerpreise sind okay. Der neue Stock  mit den Adlerhorst-Zimmern ist eine Bereicherung. Unser Zimmer hatte Balkon und Blick zum See. Es war von den 7 Adlerhorsten das teuerste mit 52 € p.P.

Das Frühstücksbuffett bietet große Auswahl, aber es war recht unruhig dort, da fast komplett ausgebucht.

Die Gastgeber waren wie immer sehr freundlich und zuvorkommend.

Mehr siehe unter der Rubrik Österreich! Und hier.

http://www.fischerwirt1.eu/content/de/

 

In Schenna/Verdins fanden wir schliesslich nach langer Suche noch ein freies Zimmer im Alpenhof

http://www.alpenhof-schenna.com/

Die Lage hoch oben aufm Berg bringt zum einen sehr schöne Ausblicke mit sich, zum anderen gehts in den Gassen und auf den Parkplätzen der Hotels extrem eng und steil zu... So auch hier.

Unser Zimmer war zwar altmodisch eingerichtet, aber frisch renoviert und das Bad mit Tageslicht  und schöner Dusche gefiel uns sehr gut.

Dennoch würden wir nie wieder hier einchecken. Grund:

Hier ist nicht der Gast König, sondern die Gastgeberin!

Mehr darüber unter UNTERKÜNFTE

Foto:Alpenhof/Schenna

Das passende Buch

Wie immer, gibts auch hier etwas zum Lesen dazu:

ALPSOMMER/ Ute Braun/Lübbe

beschreibt zwar keine kurze Reise, so wie wir sie machten, aber atmosphärisch und thematisch finde ich es dennoch passend!!

Gut lesbar und interessant, was eine andere Frau erlebte:

Einmal einen Sommer allein auf der Alp verbringen, fern der Hektik unserer Städte – davon träumen viele. Ute Braun wagte es. Sie stieg aus, tauchte ein in eine bodenständige Welt voller Farben, Gerüche, Düfte, Licht und Leben – und musste anfangs hart um ihre Existenz kämpfen.
Doch für diese Frau ist gegen alle Probleme ein Kraut gewachsen. Sie meistert jede Aufgabe mit Hingabe und Humor, öffnet ihr Herz für Gott und die Welt und lässt uns teilhaben am Glück des ursprünglichen Lebens.(Klappentext-Info)- Ein Buch, das neue Horizonte zeigt!Und deshalb: eine Empfehlung!!

 

..das war unser AlpenSommer :-))

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