Reisen, Fotos,Bücher
 Reisen, Fotos,Bücher                   

APRIL, der BücherBlog geht weiter....

Zu Beginn des neuen Blogs ein nachdenkenswerter

Artikel aus dem Handelsblatt

Für Buchliebhaber und Menschen, die im stationären Buchhandel tätig sind, ist es eine finstere Zukunftsvision....aber über kurz oder lang....?!.Momentan gibt es sie aber noch:  echte Buchhandlungen! Siehe auch Buchtipp>

Die schönsten Buchhandlungen Europas

ist eine  hervorragende Hommage an die Buchkultur, wie es sie in Zukunft möglicherweise nicht mehr geben wird. Verlagsinfo:

Es gibt sie noch, die idyllischen Stätten der Buchwelt mit Beratung durch Kenner, besonderen Autorenlesungen und Mengen schöner, mit Bedacht ausgewählter Bücher. Diese Orte, an denen man Freundschaften schließt und jedes Zeitgefühl verliert: Buchhandungen, wie Leser sie lieben. Die 20 vielleicht schönsten Buchhandlungen in Europa zeigen wir in diesem Bildband.....(Gerstenberg)

Und weil im April der Welttag des Buches ist, möchte ich den AprilBlog mit diesem wunderschönen Buch beginnen.

30. April

In diesem Monat wurde viel diskutiert über Israel und ich habe gemerkt, dass ich bei dem Thema Nahostkonflikt Nachholbedarf hatte, was die Hintergründe angeht. Also besorgte ich mir:

Die Geschichte der Israelis und Palästinenser/M.Schäuble/N.Flug

Dies ist ein Sachbuch mit Karten zum Überlick, einer Zeittafel und jede menge geballtem Wissen. Aber das Besondere daran ist, dass sowohl Israelis als auch Palästinenser darin zu Wort kommen und der Leser so ein möglichst differenziertes Bild der Lage vor Ort bekommt.

Ich finde, dass dieses Buch sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche geeignet ist, um einen Einblick in die recht vertrackte Situation zu bekommen.Gerade als Deutsche sollten wir uns mit diesem Thema einigermaßen auskennen.

dtv/Reihe Hanser

 

 

Damit schliesse ich den Lesemonat April ab.

Mein Highlight war ganz klar: Bretonische Verhältnisse.

26. April

Die nächste Namibia-Tour rückt immer näher und da habe ich nun noch einen zweiten Anlauf genommen, den Reisebericht von Anne Eiling

Alles,nur kein Erdmännchen /BoD zu lesen.

Dieses Mal bin ich immerhin schon bis S. 52 gekommen,jedoch nicht, ohne mich über die katastrophale Rechtschreibung zu ärgern. Man muß nicht Germanistik studiert haben, um die vielen Fehler zu entdecken. Ich laufe nicht mit dem Rechtschreib- DUDEN unterm Arm herum und auch bei mir finden sich garantiert etliche Fehler. Nur: ich habe auch kein Buch veröffentlicht, für das meine Leser 9.95€ zahlen....Von den Fehlern und dem sehr flappsigen Stil einmal abgesehen: es geht hauptsächlich um die Erlebnisse beim Dachzeltaufbauen, um das, was es zu Essen gibt oder auch nicht,um die campgrounds und immer wieder werden die Afrikaner(womit wohl die schwarzen Namibier gemeint sind) erwähnt und wie schlecht sie rechnen können oder wie gruselig sie aussehen, wenn sie sich ihre Wollmützen ins Gesicht ziehen,um sich vor dem Sandsturm zu schützen, und um die Slums, in denen "diese Menschen" leben und an anderer Stelle stellt man immerhin fest,dass sie doch ganz gut tanzen können und die Kinder mit ihren großen Kulleraugen tun einem natürlich leid,aber man hat ja ein paar Kugelschreiber für sie dabei......Irgendwie haben diese Beschreibungen so ein gewisses G´schmäckle, das mir übel aufstößt....

In Reiselaune versetzt mich dieser Reisebericht nicht.

24. April

Heute habe ich zwei frische Bücher mit nachhause genommen:

Ilja Trojanow: Die Versuchungen der Fremde

Dies ist ein Sonderband, in dem die 3 Reiseerzählungen In Afrika/An den inneren Ufern Indiens/Zu den heiligen Quellen des Islams enthalten sind. Der Autor hat diese vor Erscheinen durchgesehen, überarbeitet und mit aktuellen Nachwort versehen.

da ich bislang nur den Weltensammler von ihm kenne,freue ich mich auf dieses Buch! Erschienen bei MALIK

Das andere Buch ist von Oliver Lück und es heisst

Neues vom Nachbarn/rororo

Lück hat mit seiner Hündin Locke sage und schreibe 20 Monate auf Tour quer durch Europa verbracht. Dabei reisten sie durch 26 Länder. In einem VW-Bus!!

Da das skurillste an den einzelnen Ländern ihre Bewohner sind, stellt er uns aus jedem Land eine Person vor. Schon allein die Idee finde ich total spannend.

Da neben kleinen Übersichtskarten der Route auch zahlreiche Fotos im Buch enthalten sind, freue ich mich schon sehr auf diese ungewöhnliche Reisebeschreibung. Mehr über das Team Lück und Locke

Schon im ersten Kapitel steht etwas, das ich sehr sympathisch finde und mich spontan einnimmt für den Verfasser":..und wir werden ohne Hilfe aus dem Weltraum auskommen müssen: wir haben kein Navi, dafür aber einen zweieinhalb Kilo schweren Strassenatlas."

23. April

Heute ist der Welttag des Buches!!

 

Zeitgleich wird auch wieder der Tag des deutschen Bieres gefeiert.

Das passt manchmal bestimmt ganz gut zusammen:

Buch und Bier ;-))

Zum Beispiel beim Lesen des Buches Die Bier-Diät oder beim Lesen generell, so als Erfrischung oder Entspannung am Abend. Also dann Prost! Und allzeit guten Lesestoff! Und: bitte nicht alles bier-ernst nehmen ;-)



19. April

Stadt der Bücher/Ilja Trojanow

Wer erwartet diese in Indien, ja in Kalkutta?! Und doch stimmt es: mit mehr als

5000 Buchläden und vielen Druckereien gehört Kalkutta zu den großen Städten der

Buchwelt! Dieses kleine,feine Buch gibt einen fantastischen Einblick in die Gassen, in die Regale, in die rappelvollen Lädchen...ich bin schon vom ersten Durchblättern begeistert. Für die eingeflochtenen Texte vom "Weltenbummler" Trojanow lasse ich mir Zeit. Momentan schicke ich erstmal meine Augen auf  die Reise durch diese wunderbaren Fotos von Anja Bonhof....

 

24. April:Dies ist zweifellos ein schöner Bildband in handlichem Format. Die Fotos sprechen eigentlich Bände...dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Textanteil gewünscht.Ein paar mehr Hintergründe, ein wenig mehr über die Buchhändler erfahren.

 

18. April

Nachdem ich im Wartezimmer mal wieder einen STERN in Händen hielt und dort das Interview mit Abdel Sellou las, wurde ich neugierig auf das Buch

Einfach Freunde/Ullstein Verlag

das die wahre Geschichte des Pflegers  aus dem erfolgreichen Kinofilm

Ziemlich beste Freunde erzählt. Den Film kenne ich nicht,

habe aber naklar schon davon gehört. Warum ins Kino gehen, wenn die dort doch nicht die wirkliche Story erzählen, sondern eine weichgespülte Variante?!

Und so lese ich nun die Geschichte des algerischen Einwandererkindes Abdel, der in Paris auf die schiefe Bahn gerät und ein richtiger kleiner, und später auch etwas gefährlicherer, Gauner wird.Noch stecke ich in den Kapiteln, die seine Zeit vor der Begegnung mit di Borgio, dem querschnittsgelähmten Millionär, betrifft. Und noch ist es eine Geschichte wie man sie 1000-fach kennt....aber dass der Lebensweg von Abdel dann doch eine Wendung nimmt und schliesslich eine ganz besondere Geschichte daraus wird, weiß ich ja....also abwarten.....

Hier ein weiteres Interview/ FAZ

 

24. April: Die erste Hälfte fand ich etwas langweilig, weil das Schildern seiner Kleinkriminellen-Karriere nichts Neues für mich brachte. Das hat man doch schon so oft gelesen,gesehen davon gehört.... Erst als er dem "Tetraplegiker" Pozzo di Borgio begegnet, fing die Geschichte an, wirklich interessant zu werden. Die Begegnung dieser beiden Männer, deren Lebensumfeld und Lebenswege bis dahin nicht unterschiedlicher hätten sein können, birgt unglaublich viele Facetten im Miteinander und regte so manchen Gedankengang an. Ein unbedingt lesenswertes Buch über eine Freundschaft unter sehr bewegenden Umständen.

14. April

Bin momentan nicht so fit, daher kann ich nicht so viel schreiben...

aber das Buch, das ich seit gestern lese gefällt mir so gut, dass ich es unbedingt schon erwähnen muß:

Bretonische Verhältniss/J.-L. Bannalec

Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe …(Quelle:Kiepenheuer&Witsch).

Ja, da kommt unwahrscheinlich viel bretonisches Lokalkolorit herüber.

Man riecht,hört und schmeckt den Atlantik,die Ebbe ebenso wie die Flut, den Aven, der den Künstlerort durchzieht mit seinem erdigen Wasser genauso, wie den grand créme , den Lambig....

Die Dialoge sind gut und die Geschichte entwickelt sich langsam. Gefällt mir bislang ausgezeichnet!

 

17.4.2012:

Habe den Krimi nun beendet und bin wirklich begeistert. Auch wenn es nicht unbedingt extrem spannend war, so ist die Krimihandlung doch sehr geschickt konstruiert. Aber dieses Buch lebt von den intensiven Landschaftsimpressionen, dem savoir-vivre, das auf allen Seiten herüberspringt und Lust darauf macht, seine Koffer zu packen und direkt ins Finistère zu reisen...

Was mir auch gefiel, war der kunsthistorische Aspekt. Denn es geht hier auch um ein Gemälde von Gauguin, der ja eine Zeitlang in Pont Aven lebte, wo eine der bekanntesten Künstlerkolonien entstand.

Der Roman greift viel aus dieser Geschichte auf vor dem Hintergrund einer bekannten Hotelierfamilie, die den Künstlern und ihrem Erbe bis heute tief verbunden ist.

Aber das Beste an diesem Krimi ist eindeutig die Figur des Monsieur le Commissaire/Georges Dupin...ein Charakter, der dem Leser durch und durch sympathisch erscheint.Er wird uns zwar mit ein paar kleinen Ecken und Kanten, aber stets höflich, mitfühlend und charmant gezeigt...Dem Genuß nicht abgeneigt, aber zielstrebig und clever. Vielleicht eine Art moderner Maigret?

Ich freue mich  jedenfalls auf weitere Bände !!!

 

6. April

Nein, ich will hier nicht über das Gedicht von Grass diskutieren...

Aber unerwähnt lassen kann ich es auch nicht. Wann hat zuletzt ein GEDICHT für soviel Furore gesorgt? Was ich mich frage: warum muß Grass ein Gedicht bemühen, um seine plakative Meinung unters Volk zu bringen? Es hätte doch gereicht, einen Redakteur von Spiegel/Focus/FAZ/Stern  zu sich einzuladen und bei einem Kaffee mal richtig schön auszupacken, was ihn, den großen deutschen Autor und Nobelpreisträger heute so alles umtreibt. Seine Meinung literarisch zu verpacken und in Gedichtform auf die Pauke zu hauen, das hat doch ein Mann seines Kalibers nicht mehr nötig! Das ist eines kleinen,unbekannten Schreiberlings würdig, der verzweifelt um Aufmerksamkeit ringen muß. Naja, nicht alle Menschen werden im Alter weise...

Im neuen Buch Aktuell finden sich einige gute Interviews, u.a. eins mit Bernhard Jaumann, das ich sehr interessant finde. Ein sympathischer Mann, der in mir einen großen Fan gefunden hat !

Hier nachzulesen. Ausserdem gefiel mir, zu lesen, wo einige Autoren ihre Bücher schreiben. So zeigen uns Elke Heidenreich,Kobr/Klüpfel und Nele Neuhaus ihren ganz persönlichen

Tatort Schreibtisch. In der Titelgeschichte wird Andrea Maria Schenkels neues Buch vorgestellt.

Gerd hat soeben den neuen Krimi von Fred Vargas beendet.Die Nacht des Zorns

wird von den Literaturkritikern und Lesern überall hochgejubelt, als einer ihrer besten Romane bislang. Auch im Buch Aktuell ist man dieser Ansicht.

Gerd war ebenfalls begeistert, was zum einen an seiner Sympathie für den Wolkenschaufler Adamsberg liegt,der zu unkonventionellen Mitteln greift, um Licht ins Dunkel der Fälle zu bringen.Und zum anderen daran, wie subtil die Autorin ihre Spannung aufbaut.Dieses Mal haben Adamsberg und sein skurriles Team gleich zwei Fälle zu lösen. Einer führt ihn in die Normandie, der andere Schauplatz liegt mitten in seinem Revier, dem 13. Arrondissement in Paris. Während die Morde in der Normandie

sich  scheinbar um eine mittelalterliche Legende ranken, hat er es in Paris mit dem Mord an einem Industriellen zu tun. Vargas versteht es wie immer, die scheinbar losen Fäden am Ende gekonnt zusammen zu weben. Von Gerd eine unbedingte Leseempfehlung.

Und für Paris-Fans ein Muss !;-)

4. April

Zirkel/Elfgren&Strandberg

An diesem über 600 S. dicken Jugendbuch lese ich schon seit ein paar Tagen.

Sechs völlig unterschiedliche Schülerinnen werden  peu à peu  in ihrem alltäglichen Lebensumfeld vorgestellt. Der Leser fragt sich naklar, was sie wohl gemeinsam haben oder was sie zusammenbringt.Denn auf den ersten Blick haben sie nichts gemeinsam.Sie leben in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen und haben keine gemeinsamen Interessen. Aber dass sie was verbindet, liegt auf der Hand.Hat es etwas mit dem Selbstmord eines Mitschülers zu tun? Er wird von zwei der Mädchen tot auf der Schultoilette gefunden. Alle sind schockiert. Offensichtlich wurde der Junge jahrelang von seinen Mitschülern gemobbt.Er war auch in psychiatrischer Behandlung und er hatte ANGST.. Aber ist das der einzige Grund für seine Selbstötung?? Und wer ist  eigentlich der Mann mit der Kapuze, der abends in dunklen Ecken lauert?? Dieser Auftakt zu einer Trilogie ist richtig spannend und ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Hit wird, nicht nur für Jugendliche!

Diesen Lesemonat möchte ich mit einer Autorin beginnen, die mich vor Jahren mit einem wunderbaren Buch total fesselte: Muschelstrand war die Entdeckung für mich.

Nun habe ich lange nichts mehr von Marie Hermanson gelesen und entdeckte, dass ein neues Buch von ihr rausgekommen ist:

Himmelstal/Surkamp Verlag

Das klingt nach einem Psychothriller der Extraklasse. Schau´n mer mal ;-))

 

15. April: habe das Buch zurückgeschickt...es machte mich einfach gar nicht an, weder beim Reinlesen noch von der Optik....und da ich wahrhaft genug anderen Lesestoff habe, zögerte ich nicht. Man muß nicht alles lesen, wofür man sich aufgrund einer Verlagsinfo interessierte...

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© Tina Becker-Schäfer

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