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Buchtipps 2013


Joe Nesboe: Koma

 

"Ein junges Mädchen wird tot im Wald gefunden. Sie wurde brutal vergewaltigt. Zehn Jahre später wird an derselben Stelle ein Polizist getötet, sein Gesicht ist grausam entstellt. Eine Sonderkommission ermittelt unter Hochdruck. Doch es geschehen weitere Morde. Die Polizei hat keine Spur, und ihr bester Ermittler Harry Hole fehlt.

In einem Krankenhaus liegt ein schwerverletzter Mann im Koma. Das Zimmer wird von der Polizei bewacht. Niemand soll erfahren, wer der geheimnisvolle Patient ist. Denn er hat einen Feind. Und der ist überall.

Spannung pur – der beste Harry Hole aller Zeiten!" Quelle: Ullstein

Auf die Fortsetzung meiner Lieblingsthriller-Reihe war ich naklar sehr gespannt.

Nun habe ich fast eine Woche gebraucht, um es zu lesen und war anfangs doch ein wenig genervt von den vielen aktuellen Ereignissen,den häufigen Anknüpfungen an das Buch davor und den vielen Personen die auftauchten. Zuerst habe ich noch im Vorgängerbuch geblättert, um mich besser an die Personen und Vorgänge zu erinnern.Dann habe ich aber im Anhang ein Personenregister entdeckt, das ich sehr hilfreich fand. Ich habe gut 200 S. gebraucht, bis ich den richtigen Lesefluss fand und dann nahm auch die Spannung immer mehr zu.

Über das Buch zu schreiben, ohne etwas zu verraten, ist  bei diesem Thriller besonders schwierig, denn diesmal gibt es sehr viele falsche Fährten und überraschende Wendungen.

So langsam ich anfangs voran kam, so schnell ging es ab der Mitte...ein absoluter pageturner! Echt klasse und sehr schlüssig konstruiert. Keine Frage bleibt am Ende offen...bis vielelicht auf eine... Ein Top-Thriller! Der Originaltitel (Polizei) passt übrigens mal wieder viel besser, als der deutsche ( was denken sich die Verlagsleute eigentlich bei der Titelwahl??)

 

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Andreas Föhr: Totensonntag

Gerds Tipp:

Mit seinem 5. Buch mit dem Ermittlerteam Wallner und Kreuthner hat der Autor einen weiteren Knüller gelandet.

Zeitlich liegt Totensonntag am Anfang der Krimireihe - man erfährt die Hintergründe über das Zusammenleben Wallners mit seinen Großeltern ; warum er immer friert und wie sich Wallner und Kreuthner kennenlernten. Diese Einblicke machen das Ermittlerteam noch sympathischer. Der Fall selber ist äußerst spannend - er geht zurück in die letzten Kriegstage im Tegernseer Tal mit Auswirkungen bis in die Gegenwart - und hat erstaunliche Wendungen bis zur letzten Seite, nichts ist vorhersehbar. Ich konnte das Buch erst nach der letzten Seite aus der Hand legen.

 

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J.Walls: Die andere Seite des Himmels

 

"Kalifornien 1970. Bean Holladay und ihre älteste Schwester Liz sind Teenager, als ihre geniale Mutter mal wieder von der Bildfläche verschwindet. Für die Mädchen zunächst nicht weiter beunruhigend. Sobald Probleme am Horizont auftauchen, ergreift ihre Mutter die Flucht. Doch dieses Mal scheint die Sache ernst zu sein …

Nachdem die Fürsorge bei den Mädchen auftaucht, wissen sie, dass sie sich schnellstens aus dem Staub machen müssen. Mutterseelenallein legen sie den langen Weg nach Byler, Virginia, zurück, dem Heimatort ihrer Mutter. Dort betreten sie eine Welt, die anders ist als alles, was sie bisher erlebt haben...." (Quelle:HoCa-Verlag)

Ich habe es gerade beendet und bin wirklich davon berührt! Das Leben der beiden Schwestern samt der Enttäuschungen durch die nicht sehr fürsorgliche Mutter, wird dem Leser sehr gut nachvollziehbar nahegebracht, ebenso wie die oft  widersprüchlichen Gefühle, die sie der Mutter gegenüber haben.
Die Geschichte besticht durch die originellen, sehr um Individualität bemühten beiden Hauptfiguren, aber auch durch die  liebevoll geschilderten anderen Charaktere.

Was eher beschaulich beginnt, steigert sich allmählich zu höchst tragischen Verwicklungen und steuert auf ein verblüffendes Ende zu. Ich habe sehr mitfiebern können und die "Moral" der Geschichte, so einfach sie auch sein mag, stimmt  doch versöhnlich mit den nicht immer akzeptablen Geschehnissen. Ein  mitreissendes Buch - auch für Jugendliche !

 

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Joel Dicker: Die Wahrheit über den Fall Quebert

Worum es geht ( Quelle:.piper-Verlag):

"Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor 33 Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln ..."

Ich habe das Buch nun gelesen. Und ich war selten so froh, endlich durch zu sein. Über 700 S. sind doch recht viel und es war phasenweise sehr langweilig. Den Hype, den die angesehenen Kulturkritiker um dieses Buch veranstalten, kann ich leider nicht nachvollziehen. Ich könnte hier seitenweise meine Kritik breittreten und jedes Kapitel sezieren. Ich lasse es bleiben. Das Buch ist nicht schlecht, aber ich hatte mehr erwartet.Es jedoch auf eine billige Variante der berühmten Lolita-Story zu reduzieren, halte ich für falsch. Es hat durchaus interessante Anklänge, ist eine nicht uninteressante Kriminalgeschichte. Leider völlig frei von Spannung.

 

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Voosen/Danielsson: Rotwild


 

" Kurz vor Mittsommer im småländischen Växjö: In einem Wald am Seeufer wird der von Pfeilen durchbohrte Leichnam eines Lehrers gefunden. Die Todesumstände erinnern an die Darstellungen frühchristlicher Märtyrer. Kommissarin Ingrid Nyström und ihre junge, impulsive Kollegin Stina Forss übernehmen die Untersuchungen. Bald darauf tauchen an der Wand der Domkirche seltsame Zeichen auf. Haben die Polizistinnen es mit einem religiösen Ritualmord zu tun?" (Quelle. Kiepenheuer-Verlag)

 

Diesen Krimi habe ich erst kürzlich gelesen und muss sagen: es war der beste, den ich in diesem Jahr in den Fingern hatte

( und das waren schon etliche!).

Wie auch schon der erste Band mit dem Ermittlerteam um Nyström , überzeugte mich dieses Buch auf sämtlichen Ebenen: sowohl inhaltlich,als auch vom Spannungsbogen her, eine absolut gelungene Sache. Die politische Dimension, gepaart mit den extrem mysteriös inszenierten Morden sorgt für Spannung auf hohem Niveau. Ohne zu viel verraten zu wollen: der Titel ist zweideutig und perfekt gewählt!

 

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C. Brookmyre: Die hohe Kunst des Bankraubs

 

"Bei so einem Banküberfall möchte man auch mal dabei sein: Fünf Straßenakrobaten mit Clownsmaskenkapriolen von der Fußgängerzone bis in die Schalterhalle einer Glasgower Bank. Einer wirbelt im Salto über die Schutzabsperrung, alle haben plötzlich Waffen in der Hand, und ihr Anführer verkündet freundlich: »Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, Sie nehmen teil an einem Banküberfall.«
Doch die Räuber sind nicht nur Akrobaten, sie haben ihrem »Publikum« auch sonst einiges zu bieten: Die Geiseln werden mit einer Theatervorführung von Warten auf Godot bespaßt, während der Safe-Computer geknackt wird; und am Ende gibt es noch ein lustiges Kunstgemälde-Raten für alle. Die Polizei draußen findet die Geiselnahme naturgemäß weniger amüsant. Officer Angelique de Xavia, Single, vom Chef gedisst, heute 30 geworden, hat eh schon einen schlechten Tag: Des Überfalls wegen verpasst sie gerade ein Spiel der Glasgow Rangers, und jetzt soll sie auch noch im Alleingang die Bank verwanzen."(Quelle: Galiani Verlag)

Dieses Buch hat Gerd gelesen und für gut befunden.Nicht überragend, aber doch lesenswert.

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Linda Castillo: Tödliche Wut

Der 4. Band, in dem Kate Burkholder, die ex-Angehörige einer Amischfamilie, ermittelt. Wieder spielt der Krimi im ländlichen Ohio und wieder im Umfeld der Amischen. Diesmal ist es ein recht komplizierter Fall, den Burkholder und ihr Team zu lösen haben und wie schon in anderen Büchern zuvor, wird sie in die Geschichte tiefer hineingezogen, als andere Ermittler, denn sie ist mit einem Opfer verwandt.

Mir gefiel die Geschichte gut, obwohl es über lange Strecken etwas langatmig zugeht und ich manche Verhaltensweisen nicht nachvollziehen konnte. Aber zum Ende hin wird es spannend und der Schluß ist das eigentliche Highlight...aber warum das so ist, wird hier nicht verraten ;-)

Für mich war das gute Unterhaltung für zwischendurch. Ausserdem mag ich die Figur Kate Burkholder einfach. Sie ist so natürlich, ohne jegliche aufgesetzte coolness.

 

 

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Bannalec: Bretonische Brandung


Bereits im Juni gelesen und für gut befunden: der zweite Band mit dem Ermittler

Monsieur le Commissaire Dupin. Diesmal ereignen sich zunächst unklar erscheinende Todesfälle auf den Glenan-Inseln, die der Küste vorgelagert sind und ein wirklich aussergewöhnliches setting darstellen. Dupin ist ganz hingerissen von den Inseln und ihrer ursprünlichen Atmosphäre, wenngleich ihm die Bootsfahrten vom Land aus dorthin doch sehr auf den Magen schlagen. Überhaupt lebt dieser Roman eher von den Personen, den Dialogen und der Atmosphäre, als von der Spannung( die nicht so recht aufkommen will). Mir hat das Buch trotzdem gefallen, aber wer einen richtigen Krimi sucht, sollte nach anderen Büchern greifen! Hier wird nur wenig Ermittlunsarbeit geleistet und die Auflösung des Falles ist etwas eigentümllich...

Aber ich habe viel über die Inselgruppe erfahren!

 

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Nelson Mandela: Meine Waffe ist das Wort

 

Das Buch ist eine Sammlung der beeindruckendsten und historisch bedeutsamsten Zitate von Nelson Mandela. Die über 300 Zitate stammen exklusiv aus dem persönlichen Mandela-Archiv und wurden über 60 Jahre lang gesammelt. Ein inspirierendes, bewegendes Buch, das zum Nachdenken anregt.

In den universellen und zutiefst persönlichen Zitaten erkennt man Mandelas Sinn für Humor, seine Einsamkeit und Verzweiflung, seine Gedanken und den zögernden Menschen, der keine andere Wahl hatte, als sich der Geschichte zu stellen. Ergänzt wird diese einzigartige Sammlung mit der großen Dankesrede Mandelas zur Verleihung des Friedensnobelpreises aus dem Jahr 1993.(Quelle: Kösel-Verlag)

 

 

Seit 2010 wird er jährlich begangen: der Nelson Mandela Day am 18. Juli

In diesem Jahr bangen ganz Südafrika und viele Anhänger und Freunde weltweit  um seinen gesundheitlichen Zustand. Ein Grund mehr, an sein bewegtes Leben und Werk zu erinnern und sich mit der Geschichte des Landes Sdafrika auseinaderzusetzen.

 

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Ein ganzes halbes Jahr /Jojo Moyes

Um dieses Buch wird viel Wirbel gemacht, sprich TV-Spots, Bestsellerliste

wurde sofort erklommen...und das macht mich grundsätzlich skeptisch.

Trotzdem habe ich versucht, die Geschichte von Louisa und Will vorbehaltlos zu lesen. Schon nach wenigen Zeilen war ich mittendrin in der story und folgte gerne dem, was zunächst aus Louisas Sicht erzählt wurde.

Um was es geht:

"Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt.
Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird." Quelle: rowohlt.de

 

Mein Eindruck: eine durchaus fesselnde Geschichte, lebensecht wirkende Hauptfiguren ;überzeugend werden die inneren Kämpfe,Gefühle,Überlegungen der einzelnen Charaktere dargestellt.

Das Ende mutet ein bisschen zu rührselig an ( man sieht schon die Verfilmungsszene vor seinem inneren Auge mit entsprechend dramatischer Musikuntermalung...). Aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich empfehle es sehr gerne weiter!

 

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Blinde Vögel/U.Poznanski


Mein Eindruck:

Der zweite Salzburg-Krimi mit Kaspary und Florin hat mir besser gefallen, als der erste. Diesmal nervte das Privatleben der Ermittler mich einfach weniger und die wirklich spannende Krimigeschichte stand im Vordergrund. Obwohl ich zunächst dachte: ach, schon wieder ein Roman, bei dem es um Facebook geht, wurde ich doch schnell in den die interessante,rätselhafte Handlung gezogen und zum Ende hin wird dieser Krimi richtig tiefsinnig,berührend,aufwühlend. Hat mich rundherum überzeugt!

 

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Wo Milch und Honig fliessen

Dieser Roman sorgte bereits in GB und USA für Aufsehen und große Beachtung. So wurde er z.B. bei Oprah als Book of the Week auserchoren.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines 10-jähriges Mädchens (Judith) erzählt.

Sie wird in der Schule gemobbt. Ihr Vater ist Anhänger der Zeugen Jehovas und erzieht Judith alleine, da ihre Mutter unmittelbar nach der Geburt verstorben ist.

Sie hätte überleben können durch eine simple Bluttransfusion. Diese wird von den Zeugen jedoch aus religösen Gründen abgelehnt. Und so war bereits der Start ins Leben für Judith kein leichter und vom Glauben der Eltern geprägt.

Der Vater geht seiner Arbeit in einer Fabrik nach und kümmert sich auf seine recht spezielle Art um Judith. Er kocht für sie, er liest mit ihr jeden Tag lange  in der Bibel und hält sie zum Nachsinnen über diese Bibelstellen an. Er nimmt sie einmal in der Woche mit zur Versammlung der Gläubigen. Hin und wieder muß sie ihn auch begleiten beim Von-Haus-zu-Haus-Missionieren. Das Mädchen hat keine Freunde,keine Erwachsenen, denen sie sich im Alltag anvertrauen kann. Sie ist einsam. Und hat sich in ihrem Zimmer eine eigene kleine Welt geschaffen. Aus vermeintlichen Abfällen zaubert sie eine neue Welt. Aus Pfeifenputzern,Wattebäuschen,Bonbonpapieren,Lutscherstilen,Alufolie usw. erschafft sie Menschen,Landschaften,Gebäude,Flüsse,Himmel,Meer.

Als sie eines Tage von einem Mitschüler bedroht wird, der ihr sagt, am kommenden Montag werde er sie in der Kloschüssel der Schule ertränken, sucht sie nach einem Ausweg, diesem Tag und dieser Tat zu entrinnen. Sie bittet um ein Wunder und als genau das geschieht, was sich sich wünscht( dass alles eingeschneit wäre und die Schule ausfiele), glaubt sie, dass sie aussergewöhnliche Kräfte besitze und beginnt fortan noch öfter vermeintliche Wunder herbei zu beschwören.

 

Das Schicksal nimmt seinen Lauf... Die Geschichte berührt vor allem dadurch, dass sie aus der Sicht der jungen Judith erzählt wird. Ihre Ängste, ihre Selbstgespräche,ihre Dialoge mit Gott, ihr Ringen um eine heile Welt.. das alles wirkt unglaublich intensiv und nachvollziehbar. Als in der Fabrik des Vaters gestreikt wird und der Vater als einer der wenigen Streikbrecher immer mehr geächtet wird, fangen die Probleme dann erst richtig an. Nun wird auch der Vater bedroht und die Situation eskaliert schliesslich.

McCleen zeigt, welche Probleme die Zugehörigkeit zu der umstrittenen Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas mit sich bringen. Sie zeigt die innere Zerrissenheit Judiths und deutet die immer größer werdenen Zweifel des Vaters an. Im Verlauf der Geschichte kommen sich Judith und ihr Vater ganz allmählich näher.Gleichzeitig verlieren beide immer mehr ihren  alten Glauben, denn der Vater wird schliesslich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen...

Vater und Tochter müssen sich neu orientieren.

Mich hat der Roman sehr berührt.

 

 

 

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 Gelesen haben wir natürlich noch viel mehr in diesem Jahr, aber nicht alles fanden wir erwähnenswert...


 

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